Von Wolfram Siede (Kuni)

Auf facebook erreichen einen manchmal persönlich traurige Nachrichten, die eine private Reaktion erfordern, die dann aber ausbleibt, wegen fehlender Adresse/Telefonnummer...

So möchte ich auf diesem halböffentlichem Weg antworten und den Angehörigen, FreundI*nnen und engen MitstreiterI*nnen mein Beileid ausdrücken.

Der Tod unserer Genossin Beate Reiß am 05. Februar 2018 kam für mich nicht unerwartet. Der Verlust, wenn er denn eintritt, bleibt trotzdem immer ein Schock. In einem Nachruf des Frauenrates Rojbin aus Hamburg heißt es: "Wir trauern um Beate Reiß, die nach langer Krankheit nun jedoch sehr unerwartet starb.

Die Trauerfeier findet am Sonntag, den 18. Februar um 16 Uhr im Stadtteilkulturzentrum Motte, Eulenstraße/Ecke Rothestr. in Ottensen statt".

Meine Gedanken sind in diesen Tagen besonders bei Brigitte und Robert und dem Kreis an Genossinnen und Genossen, die ich als "Freunde des kurdischen Volkes" Anfang der 90er Jahre kennen lernen durfte. Sonst kenne ich wirklich keinen anderen politischen Zusammenschluss, welcher so beharrlich und ausdauernd gegen äußere Widerstände und Anfeindungen ankämpfte. Ihr seit - darf ich das so sagen - bis ins Rentenalter - ein politisches-privates Kollektiv geblieben, das fast schon über symbiotische Kräfte verfügt. Trotzdem wart ihr für Außenstehende wie mich immer aufgeschlossen und so herzlich im Umgang. Ohne euch hätte ich nie so tiefe Einblicke in die politische Realität des kurdischen Landesteils der Türkei (Bakur) gewonnen.

Dich, Beate, behalte ich auch als persönliches Vorbild in Erinnerung. Du fehlst der Bewegung. Du fehlst deinen engen FreundI*nnen. Du fehlst mir!